Supernatural Lexikon:
Wendigo:
Ein böser Geist, der einst ein Mensch war und nun dazu verdammt ist, Menschen zu töten und zu verspeisen. Die bei verschiedenen indianischen Stämmen bekannten Geister wurden von einem deutschen Forscher im 19. Jahrhundert auch mit „Kannibalen“ übersetzt. Wendigos kommen in Nordamerika und Kanada vor, sind besonders groß, haben leuchtende Augen und extrem lange Zungen. Einer der bekanntesten Wendigo-Jäger Amerikas war Jack Fiddler, ein Cree-Indianer. 1907 wurden Fiddler und sein Sohn schuldig gesprochen, eine Frau ihres Stammes getötet zu haben. Sie rechtfertigten ihre Tat damit, dass sie einen Wendigo getötet hätten.
Dämonen:
Das Wort Dämonen leitet sich vom griechischen „daimones“ ab und bedeutete einfach „Übernatürliche“. Selbst Götter wurden als solche bezeichnet, z.B. bei Homer oder Platon.
In der Spätantike galten sämtliche bösen Geister als Dämonen. Sie wurden als Ursache von
Krankheiten, vor allem Geistesstörungen, angesehen, von welchen man durch bestimmte
Zeremonien (Exorzismus) befreit werden konnte. Dämonen galten als Bewohner eines
Zwischenreiches inmitten der Regionen der Götter und der Menschen. In der neueren Zeit stellt
das Wort Dämon meist ein Synonym für Teufel dar. So wird der Satan als Teufel und seine
untergeordneten bösen Geister als Dämonen bezeichnet.
Phantom Travellers:
Reisende Geister, die plötzlich und unerwartet besonders in der Nähe von Verkehrsmitteln, auf Fernstraßen und anderen Reisewegen auftauchen. Bloody Mary – Eine Legende in den USA besagt, dass jeder, der die Worte „Bloody Mary“ drei Mal vor einem Spiegel ausspricht, einen rachsüchtigen Geist heraufbeschwört. Der Geist soll seinem Rufer dann die Augen auskratzen, ihn in den Wahnsinn treiben und schließlich töten.
Spiegel:
Durch die Reflektion verleiten sie die Seele, den Körper zu verlassen und in den Spiegel zu treten. In vielen Kulturen galten sie als Unheil verheißend, wenn sie zerbrechen. In manchen Gegenden durften daher kleine Kinder nicht vor ihrem ersten Lebensjahr einen Spiegel betrachten. Die Spiegel wurden auch nachts verdeckt, damit die Seelen nicht auf ihren
Wanderungen im Spiegel gefangen werden konnten.
Hakenmann:
Eine Legende, die in den 50er Jahren zum ersten Mal aufkam, berichtet von einem
jungen Pärchen, das sich zu einem Date an einem einsamen Platz im Auto befindet. Im Radio
hören sie von einem verrückten Mörder, der entwischt ist und daran zu erkennen ist, dass er
statt einer Hand einen Haken hat. Das Mädchen ist beunruhigt und bittet den Jungen, sie nach Hause zu bringen. Enttäuscht und ohne ein Wort zu sagen, rast er durch die Straßen. Vor dem Elternhaus des Mädchens angekommen, steigt er wortlos aus, um ihr die Tür zu öffnen
– mit einem Haken.
Poltergeist:
Er ist unsichtbar und interagiert mit anderen, indem er Objekte bewegt oder beeinflusst. Geschichten über Poltergeister berichten meist von dumpfen Schlägen, Schritten oder Klopfen, deren Ursprung nicht erkennbar ist. Auch Gegenstände, die durch den Raum fliegen sowie Schränke, die sich bewegen und Menschen, die in die Luft geschleudert werden, gehen auf das Konto von Poltergeistern. Die Geschichte der Poltergeister reicht zurück bis in die Antike. Manche Menschen glauben, dass diese Art von Erscheinungen durch eine unbewusste Form der Telekinese hervorgerufen wird.
Water Wraith:
Wassergeister halten sich in der Regel in oder in der Nähe von Gewässern auf. Sie haben ihren Ursprung in Schottland. Häufig handelt es sich dabei um magere, alte Frauen, die ahnungslose Reisende anlocken und im Wasser ertränken.
Formwandler:
Sie haben die Fähigkeit, ihre äußere Form zu verändern. Man unterscheiden zwischen Gestaltwandlern, die von der eigenen (meist menschlichen) Form in die einer anderen Spezies (meist Tiere) wechseln. Bekannte Beispiele hierfür sind Werwölfe und Vampire. Eine weitere Art von Formwandlern kann nur eine andere Form innerhalb der eigenen Spezies annehmen. Außerdem gibt es Formwandler, die keine eigene Form besitzen, aber nahezu beliebige Formen annehmen können.
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